Neurologische Intensiveinheit/Stroke Unit

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall und sollte so schnell wie möglich in einer für die entsprechende Diagnostik, Therapie und Prävention ausgerichteten Klinik behandelt werden. Die Klinik für Neurologie des Sächsischen Krankenhauses Altscherbitz verfügt seit dem Jahr 2000 über eine Stroke Unit (Schlaganfallstation) mit fünf Betten. Diese wird regelmäßig nach dem Qualitätsstandard der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft zertifiziert, erstmals 2006 und zuletzt im Mai 2025. Sie verfolgt als Hauptaufgabe die akute Versorgung des Schlaganfalls.
Am 1. Oktober 2025 hat das Sächsische Krankenhaus Altscherbitz im Bereich der Klinik für Neurologie eine Intensiveinheit zur Aufrechterhaltung einer qualitätsgerechten Schlaganfallversorgung eröffnet. Durch die neurologische Intensiveinheit mit integrierter Stroke Unit wird das Behandlungsspektrum auch für lebensbedrohlich erkrankte neurologische Patienten erweitert.

In der Akutphase des Schlaganfalls sind zeitkritische Therapien notwendig und der Krankheitsverlauf ist oft noch instabil, so dass eine besonders intensive Versorgung des Patienten erforderlich ist. Angestrebt wird die möglichst rasche Verbesserung bzw. die Vermeidung einer Zunahme der Symptome, die in der ersten Krankheitsphase noch möglich ist. Nach aktuellsten Leitlinien kümmert sich ein Team aus Ärzten, Pflegekräften, Psychologen, Sozialdienstmitarbeitern, Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten um die Patienten.

In der zertifizierten Interdisziplinären Neurovaskulären Netzwerk & Schlaganfallallianz (INNSA) besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Leipzig, der Klinik Leipziger Land Borna und dem Klinikum Altenburger Land. Fälle, die eine interventionelle oder operative Therapie benötigen, werden in unserem Hause diagnostiziert und direkt zur Intervention oder Operation zu unseren Netzwerkpartnern verlegt.
Weiterhin können andere akute neurologische Krankheitsbilder versorgt werden (z.B. Status epilepticus, Meningitis, Encephalitis, Entzündungen der peripheren Nerven und vital bedrohliche neuromuskuläre Erkrankungen). Die Station ist mit modernster Überwachungstechnik ausgestattet und auf eine krankheitsspezifische Behandlung ausgerichtet.


Zur zeitnahen Diagnostik und Therapie stehen zur Verfügung:
- CT und MRT
- Doppler- und Duplexsonographie
- Monitoring
- Labor
- Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie
- speziell geschultes Pflegepersonal
